Freitag, 28. April 2023

Der Mensch = en Tier? Fleischesser sind Mörder, vegane Aktivistin

Eine interessante Diskussion Raffaela Raab ist eine Vegane Aktivistin. Sie setzt den Mensch mit dem Tier gleich. Dadurch sieht sie Tiere auf der Stufe der Menschen, wobei sie die Tiere auf die Würde des Menschen hebt. Das ist positiver als wenn man es umgekehrt macht: Den Menschen zu einem Tier, was wir ja auch schon erlebt haben. Sie macht auch keinen Unterschied zwischen Töten und Mord, was ja rechtlich entscheidende Unterschiede sind.

Im Kanton Basel-Stadt gab es erst vor kurzem eine Volksabstimmung im Jahr 2022, ob Primaten mehr Rechte erhalten sollten: Grundrechte für Primaten hiess dies. Dies wurde abgelehnt.

Das der Mensch wie Tiere einen Leib hat, steht ausser Frage. Aber gibt es einen Unterschied zwischen Tiere und Menschen. Eigentlich sagen alle, es gäbe einen Unterschied zwischen Tier und Mensch und trotzdem hebt diese Aktivistin praktisch diesen Unterschied auf.

Ich denke auch heute wird die Mehrheit diese Position als extrem empfinden. Man hat den Eindruck, dass man mit ihr keinen politischen Kompromiss schliessen kann, weil wir noch eine jüdisch-christliche und christlich-humanistische Prägung besitzen, bzw. die säkularisierte Form davon. Allerdings argumentiert Frau Raab logisch und ihre Frage, was die Menschenwürde ausmacht, scheint mir nicht genügend beantwortet zu sein. Daher habe ich folgenden Kommentar geschrieben:

 

29.4.23 folgender Kommentar veröffentlicht:

 

«Der konsequente Naturalist scheint ein Problem zu haben, den Unterschied zwischen Mensch und Tier und damit die Würde des Menschen zu definieren. Ich glaube wir Menschen wurden von Gott als Gottes Ebenbild geschaffen. DARUM hat jeder Mensch unveräusserliche Rechte. Die Verletzung dieser Menschenwürde ist ein Schlag ins Angesicht Gottes: nach Johannes Calvin.

Das Töten von Tieren ist trotzdem nicht ideal, auch wenn sie keine Menschen sind. Im Römerbrief hält Paulus fest, dass die ganze Schöpfung leidet, wegen uns Menschen und unserem Sündenfall und sich nach Erlösung sehnen, D.h. warten auf das zweite Kommen von Christus. Im Paradies gab es das nicht, dass Tiere starben oder gar getötet wurden. Und noch heute haben wir, wie damals als Menschen den Auftrag zur Schöpfung Sorge zu tragen. Vielleicht haben wir daher auch eine Ureinnerung daran? In dieser unvollkommenen Zwischenzeit ist aber der Versuch der Verwirklichung eines menschengemachten Idealismus immer problematisch, weil wir aus unseren menschlichen Möglichkeiten kein ideales neues Paradies schaffen können. (Wir können aber die Zustände wesentlich verbessern, aber nicht im idealistischen Sinne.) Nebenbei erwähnt frage ich mich, ob den schon Bilder vom ungeborenen Leben gesehen wurden? Wenn ja, könnte man sicher nicht von Schmerzunempfindlichkeit sprechen. Zudem ist ein Mensch auch ein Mensch, wenn er keinen oder nur einen kleinen Intellekt hat oder arm oder reich oder glücklich oder unglücklich ist. Ein Mensch ist ein Mensch, selbst wenn er das vergessen hat.

Er ist damit auch IMMER verantwortlich (Würde bringt Bürde) und jeder von uns wird über sein Tun und reden Rechenschaft geben müssen. Entweder hier in der Gnade oder dann beim zweiten Kommen von Christus im Gericht unseres eigenen wiederhergestellt Gewissens.

Interessanterweise hat Gott selber das Essen von Tieren in dieser unvollkommen Zeit erlaubt s. Bibel (1. Mose 9,3 = zur Zeit Noahs). Aber natürlich ist das nicht ideal, weil der Tod nicht ideal ist, sondern der Stachel der Sünde. Sogar nach dem Sündenfall bedeckte Gott die Scham von Eva und Adam mit Fällen. Es steht dort zwar nicht, woher diese Fälle kamen, aber es könnte sein, dass dort Gott Tiere für uns Menschen geopfert hat. Bis zum Opfer von Gott selber waren Tieropfer ein Sinnbild für die Schwäre unserer Bösartigkeit, die unschuldigen Tieropfer darstellten. Jesus Christus erfüllte es, indem er DAS unschuldige Lammopfer wurde, dass alle unsere Sünden trug. D.h. er trug unseren Fluch. Jede Form des Gesetzesbruches, der Lieblosigkeit usw. zieht einen Fluch, eine negative Folge nach sich. Dafür ist Christus gestorben. Nun darf uns Gott vergeben und uns als seine Kinder adoptieren. Damit hören die Tieropfer auf. Und ja, auch sie waren tatsächlich unschuldige Opfer, so wie es auch Christus war. (Nur Gott ist in jedem Sinn unschuldig und kein Sünder, darum hatten seine Stief-Geschwister so Probleme mit ihm.) Aber Gott ging diesen unkonventionellen Weg, weil er uns Menschen rettet.

Letztendlich sind wir schuldig, aber Gott holt uns aus diesem Teufelskreis heraus, indem er unsere Folgen unserer Missetaten trug.

Das ist das Evangelium und mit dem zweiten Kommen von Christus, wird dann die Geschichte zu Ende gehen und nicht mit dem Mauerfall, wie man damals dachte. Und eigentlich ist es erst der Anfang.»

 

Aber natürlich darf jeder auf Fleisch verzichten.


Hier ein Ausschnitt dieser emotionalen Diskussion:


Abschliessend die erwähnte Bibelstelle von Paulus aus dem Römerbrief:

«Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht in Betracht kommen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.

Denn die gespannte Erwartung der Schöpfung sehnt die Offenbarung der Söhne Gottes herbei.

Die Schöpfung ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin,

dass auch die Schöpfung selbst befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.

Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt; und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes.

Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die man sieht, ist keine Hoffnung; denn warum hofft auch jemand auf das, was er sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so erwarten wir es mit Ausharren. Ebenso kommt aber auch der Geeist unseren Schwachheiten zu Hilfe. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt; aber der Geistselbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern.» (Römerbrief 8,18–26)

PS: Dies alles zeigt, dass wir Tiere opfern dürfen, um Menschen zu helfen, auch wenn es nicht ideal ist.

Samstag, 15. April 2023

Daniel 4 Karfreitag

 An Karfreitag durfte ich eine sehr eindrückliche Predigt hören. Vorgängig wurde das gesamte vierte Kapitel von Daniel vorgelesen. Nebukadnezar, der heidnische König, der zu seiner Zeit mächtigsten König von Babylon, schreibt hier, wie er es erlebt hat. Ich war mir nicht bewusst,  wie dieser heidnische Herrscher das Erlebte selber in der Bibel erzählt und am Schluss,  nachdem Gott ihn gedemütigt hatte, Gott alleine die Ehre gibt. 

Wir haben einen Gott der alles unter Kontrolle hat. Der selbst seinen einzigen Sohn nicht verschont hat,  sondern ihn für uns geopfert hat. Darum ist Karfreitag in unserer Tradition der höchste Feiertag. Ostern ist dann die logische Folge: Leibliche Auferstehung aus den Toten. Der Tod,  der Stachel der Sünde hat der HERR Jesus Christus überwunden. Wir dürfen in seiner Gnade ewig in der Liebe der Dreieinigkeit leben. Und trotz allem Schweren in dieser Zwischenzeit, gehören wir schon dieser herrlichen Ewigkeit an: Jesus Christus unser Erlöser, Heiland und Gott hat gesiegt. Er hat den Tod und das Böse in seinem Triumphzug gefangen wegführt. Jesus lebt und wir leben mit ihm. Christus ist für uns gestorben.  Wer kann gegen uns sein?  Wie sollten wir nicht mit ihm auferstehen: hier in dieser Zwischenzeit in einer geistlichen Weise,  dann mit einem neuen Auferstehungsleib! Gott allein sei Ehre und Dank! Dem Vater,  der uns so liebt,  wie Jesus und uns seinen Sohn uns opferte,  Jesus,  der so gehorsam war,  und sich als Gott zum Menschen erniedrigen liess und sich von uns Menschen plagen liess und mein,  unseren Fluch ans Kreuz trug und nach drei Tagen von den Toten auferstanden ist.  Und dem Heiligen Geist,  der wie eine Taube sanft wirkt und doch kräftiger wirkt, als jeder Sturm. Ihm allein sei Ehre. 

Gebet:

Danke Herr,  für dieses Glück Dich geniessen zu dürfen. Dir allein sei Ehre und Dank. 

Freitag, 17. Februar 2023

Keine Gräbe aufreissen durchs Bibelverständnis

 Zu diesem Thema gab es einige Leserbriefe im Idea. Ich versuchte einen Leserbrief zu schreiben. Hier zwei Entwürfe:


Keine Gräben aufreissen durchs Bibelverständnis

 

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott (καὶ Θεὸς ἦν ὁ λόγος). Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.“ (Johannes 1,1–5)

 

Wie will man Gottes Wort, die Bibel von Jesus Christus, dem Logos trennen? Es zeugt von unserer Gottesähnlichkeit, dass wir so kreativ sind, dass wir so etwas denken können. Aber im Gegensatz zu Gott sind wir nicht Gott und unsere Gedanken schaffen nicht Realitäten aus dem Nichts.

 

Darum bekannten die alten Reformierten im Zweiten Helvetischen Bekenntnis:

„Denn Gott selbst hat zu den Vätern, Propheten und Aposteln gesprochen und spricht auch jetzt noch durch die heiligen Schriften. Und in dieser Heiligen Schrift besitzt die ganze Kirche Christi eine vollständige Darstellung dessen, was immer zur rechten Belehrung über den seligmachenden Glauben und ein Gott wohlgefälliges Leben gehört. Deshalb wird von Gott deutlich verboten, etwas dazu oder davon zu tun (5. Mose 4,2).“

 

Wir sind darauf angewiesen aus der Bibel die Schätze des Glaubens zu heben und dann dürfen wir in Christus ganz sicher sein, weil es nicht auf meine Leistung, sondern auf Gottes Leistung ankommt: Er hat uns geliebt und erwählt: vor Erschaffung der Welt und als wir noch Feinde Gottes waren. Wir und die ganze Kirche haben keine eigene Schönheit. Wir sind wie der öde Mond, der alles von der Sonne unserm Gott erhält und weitergibt. Wir haben nichts aus uns, aber alles von Gott! Eine solche Kirche ist eine arme und scheussliche Braut (man siehe nur die Kirchengeschichte), aber ihr Bräutigam Jesus Christus schenkt ihr wunderbare Schönheit! Zu diesen Schätzen, die wir in der Bibel heben dürfen gehört, dass Gott uns liebt: Er liebt uns bis ans Kreuz und in die Auferstehung! Es ist wahr, weil es Gott versprochen hat, in seinem Wort! Denn das Wort, der Logos ist Jesus Christus, welches die Welt und uns erschaffen hat!

 ODER

Keine Gräben aufreissen durchs Bibelverständnis

 

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott (καὶ Θεὸς ἦν ὁ λόγος). Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.“ (Johannes 1,1–5)

 

Wie will man Gottes Wort, die Bibel von Jesus Christus, dem Logos trennen? Es zeugt von unserer Gottesähnlichkeit, dass wir so kreativ sind, dass wir so etwas denken können. Aber im Gegensatz zu Gott sind wir nicht Gott und unsere Gedanken schaffen nicht Realitäten aus dem Nichts.

 

Darum bekannten die alten Reformierten im Zweiten Helvetischen Bekenntnis:

„Denn Gott selbst hat zu den Vätern, Propheten und Aposteln gesprochen und spricht auch jetzt noch durch die heiligen Schriften. Und in dieser Heiligen Schrift besitzt die ganze Kirche Christi eine vollständige Darstellung dessen, was immer zur rechten Belehrung über den seligmachenden Glauben und ein Gott wohlgefälliges Leben gehört. Deshalb wird von Gott deutlich verboten, etwas dazu oder davon zu tun (5. Mose 4,2).“

Oder Johannes Calvin in seiner Institutio, I,7,1

„Indessen hat sich bei vielen der verderbliche Irrtum eingeschlichen, die Schrift habe nur soviel Gewicht, als ihr das Gutdünken der Kirche zugestehe.“ Dies führt zu Wiedersinnigkeiten und manchmal sogar zur Tyrannei der Gemeinde Gottes, (man denke nur an die Inquisition) und „Was soll aber aus den armen Gewissen werden, die eine feste Gewissheit des ewigen Lebens suchen, wenn alle Verheissungen, die darüber bestehen, allein auf Menschenurteil beruhen?“

 

Nein, Gott hat es ganz fest versprochen und es ist wahr, auch wenn die Welt vergeht, wenn Jesus Christus unser Herr sagt:

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben.“ (Johannes 11,25b–26a)

Solcher Glaube – ohne Leistungsdenken – ist nur möglich, wenn der Heilige Geist wirkt und somit Gott uns erwählt hat. Denn der Dreieinige Gott liebte uns als wir noch Feinde Gottes waren und rettet uns und nicht wir uns selber! Ihm allein sei Ehre und Dank! Das ist auch die einzige Möglichkeit Heilsgewissheit zu erlangen, weil sie nicht in uns sondern in Gottes Liebe liegt.

 


Montag, 30. Januar 2023

Römerbrief



Der Römerbrief habe ich in meiner Morgenandacht durchgelesen und dazu einige Gedanken geäussert.

Dabei nutzte ich die Genfer Studienbibel, welche die Schlachterübersetzung nutzt.

Aus dem Kommentar der Genfer Studienbibel:

"Die einführenden Worte des Briefes (1,1) und die biographischen biographischen Details in 1,15 f. zeigen, dass der Brief an die Römer vom Apostel Paulus geschrieben wurde. Der Briefwurde bereits im 2. Jh. Als paulinisch gehört und zitiert. Seine Echtheit wurde nur selten und nie überzeugend angezweifelt."

Unter dem Titel «Besonderheiten und Themen» schreibt die Genfer Studienbibel auf Seite 1827:

 «Der Römerbrief ist die ausführlichste, grossartigste und umfassendste Darlegung des Evangeliums von Paulus. Seine gedrängten Erklärungen der grossen Wahrheiten sind, wie Sprungfedern – einmal losgelassen, springen sie durch Verstand und Herz, erfüllen den Menschen und prägen sein Leben. Johannes Chrysostomos, der grösste Prediger des 5. Jh. nach Christus liess sich den Römerbrief einmal in der Woche laut vorlesen. Augustinus, Luther und Wesley, die alle drei wesentlich zum christlichen Erbe beitrugen, kamen zur Gewissheit des Glaubens durch die Wirkung des Römerbriefes.

Alle Reformatoren sahen den Römerbrief als den von Gott gegebenen Schlüssel zum Verständnis der ganzen Heiligen Schrift an, weil Paulus hier die grössten Themen der Bibel zusammenbringt: Sünde, Gesetz, Gericht, menschliche Bestimmung, Glauben, Werke, Gnade, Rechtfertigung, Heiligung, Erwählung, den Plan der Erlösung, das Werk Christi und des Geistes, die christliche Hoffnung, das Wesen und das Leben der Gemeinde, die Stellung des Juden und Nicht-Juden im Heilsplan Gottes, die neutestamentliche Schau der Gemeinde und der Weltgeschichte, die Bedeutung und Botschaft des Alten Testaments, die Pflichten des christlichen Bürgers und die Prinzipien der persönlichen Frömmigkeit und Moral.

Vom Blickwinkel des Römerbriefes aus liegt das ganze Panorama der Bibel zur Einsicht offen, und die Beziehung der Teil zum Ganzen wird verständlich. Das Studium des Römerbriefes ist deshalb lebensnotwendig für die geistliche Gesundheit und die Erkenntnis des Christen.» (Seite 1827)





RÖMER 4 Abraham als Vater derer, die durch Glauben gerecht werden

Abraham wurde aus Glauben zum Vater der Glaubenden und nicht aus Werken: siehe auch 1. Mose 15,6 und Galater 3,16.

Römer 7 + 8
28.12.2022

Gewaltig, wie Paulus Fleisch und Geist erklärt. In Vers 28 des 8. Kapitels bringt er Gottes Allmacht und alleiniges Wirken mit unserer Liebe zu Gott zusammen: unsere Verantwortung und Gottes Allmacht. Unsere Sicherheit liegt in Gottes Wirken, d.h. in Jesus Christus, wie auch diese zwei Kapitel klar offenbaren. Darum gilt:

"Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die bach dem Vorsatz berufen sind."

 Vers 33, Kapitel 8

"Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott (ist es doch, der rechtfertigt!"

 Wur erkennen auch den Unterschied zu einem christlichen humanistischen Verständnis von Geist und Fleisch: die Bibel verachtet den Leib nicht. Der physische Tod ist keine Befreiung vom Leib. Es geht um einen geistlichen Tod, indem wir alle durch den Sündenfall leben. Darum muss unser ganzes Wesen Geistlich sterben, damit wir geistlich wiedergeboren werden (= ein anderes Bild, das Jesus Christus offenbarte) oder in Christus, d.h. Geistlich leben = in der Gnade Gottes und nicht mehr unter dem Gesetz. Aus fleischlicher, dass heisst aus menschlicher Möglichkeit können wir nichts Gutes für die Ewigkeit schaffen. Unsere besten Werke sind mit Sünde behaftet. Darum sollen wir uns freuen, in Christus zu sein. Wir können aus uns nicht einmal richtig beten:

""Ebenso kommt aber auch der Geist unserer Schwachheiten zu Hilfe. Denn wir wissen ich, was wir beten sollen, wie sich's gebührt, aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern. Der aber die Herzen erforscht, weiss, was der Sinn des Geistes ist, denn er tritt für die Heiligen so ein, wie es Gott angemessen ist." Römer 8,26+27

Mit Heilige sind jene gemeint, die Gott geheiligt sind, d.h. die Gott gehören. Daher bekennen Sie bitte Jesus Christus als Ihren Herrn und Heiland. Sie dürfen wissen, dass dieser Wille der befreit ist vom Sündenfall ein Wirken des Heiligen Geistes ist. Denn wer Jesus liebt, s. Vers 28, 8. Kapitel. Darum verstehen wir auch, warum jemand beim Besten menschlichen (= fkeischlichen) Willen das nicht kann. Hier muss man als Mensch dem anderen Menschen immer Freiheit geben. Wir dürfen erklären und beten, aber der Heilige Geist muss Wirken.

Ich glaube hier liegt der Grund, warum die strengen Reformierten in der Vergangenheit, die ersten freien Gesellschaften schufen. Stefan Zweig kann dies nicht verstehen. Er sieht nur einen Gegensatz, den er nicht erklären kann. Tatsächlich bildet das Lex Rex Prinzip die Grundlage, um alle Menschen gleich behandeln zu wollen und für Rechtssicherheit. Zugleich relativiert es den Idealismus, weil alles Busse braucht. Mit Busse meine ich keine Selbstgeisselung, sondern das eben erklärte: zu Jesus Christus unserem Herrn und Heiland gehen, der alkes wirklich gut macht. Und das ulist eine freudige Sache, wie schon Martin Luther entdeckte.

 Gott segne Sie.

Jesus Christus ist die Lösung aus Sündennot und Selbstgerechtigkeit sowie Gesetzlichkeit in seine Gnade, Barmherzigkeit und Freiheit



Römer 9 bis 11

Paulus erklärt die komplexe Beziehung zwischen der alten Kirche und den Heiden.

Dabei schenkt er uns auch einen Einblick in die Gnade Gottes, die in der biblischen Prädestinationslehre ihren tiefsten Ausdruck findet. Diese wirkt in unserem menschlichen Denken wie  eine Antinomie.

Es gilt: "Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden." Römerbrief 20,13 b

Gottes Offenbarung zeigt uns nun, dass dieses zu Jesus Christus kommen nicht in Form eines Werkes geschieht, sondern aus Gnade, als eine Annahme des Geschenkes von Gott. Und das können wir nur, wenn vorher Gott ein Wunder tut. Dies hat Paulus im Römerbrief schon Vorgänger genauer erklärt. Hier wendet er es auf die Kirche an: Man kann Mitglied einer Kirche/Gemeinde sein und doch nicht zur unsichtbaren Kirche gehören.

Als Heide, wie wir Schweizer, wird  man aus Gnaden in Israel eingepfropft. Man ist gewissermaßen ein geistlicher Jud ohne Beschnitten, ohne physischer Jude zu sein

Da wir aus Gnade errettet sind, dürfen wir ins auch nicht über das physische Israel erhebe: 11,21.

Und Gott kann Mitglieder der alten Kirche vielmehr als uns Gojm auch wieder einpfropfen: 11,23 ff

Ab Vers 25 des 11 Kapitels erklärt Paulus sogar ein Geheimnis.

In Vers 28 und 29 fasst er die komplexe Realität zusammen und deutet damit eine weitere wichtige Folge der biblischen Prädestinationslehre an: Man muss Freiheit gewähren, weil wir Menschen es nicht in Händen halten, wer an Christus glauben will und wer nicht!

Wir können bekennen, beten und das Evangelium muss verkündet werden (10,12 ff). Gleichzeitig muss man dem Heiligen Geist nicht im Weg stehen und Freiheit geben. Paulus leidet an der Situation seiner Volksgenossen, 9,1 ff, insbesondere 9,2. Und bietet Freiheit, weil es an Gottes Wirken liegt. Darum wurden auch aus den reformiert geprägten Ländern die ersten freien Gesellschaften und zwar in einer Zeit, wo der Absolutismus en Vogue war.

Darum konnte ein George Whitefield als Erweckungsprediger mit Benjamin Franklin, einem Freidenker befreundet sein.

Es ist schade, dass heute viele Evangelikale auch die seelsorgerliche Komponente der Prädestinationslehre nicht erkennen: Es liegt in Gottes Händen und das kann die Seele beruhigen.

Es versichert uns, wie sicher wir in Christus sind.

Letztendlich können wir diese Lehre, wie auch die Lehre der Dreieinigkeit nicht fassen. Denn wir haben Gott nicht unter Kontrolle. Gott ist Gott und hat es unter Kontrolle.

Auch das ist ein ganz wichtiger seelsorgerlicher Aspekt.

Wobei Gott unseren Vorwitz bi dieser Sache an der Nase herumführt, indem er aus den Schlimmsten die Besten macht: Bsp Paulus vom Christenverfolger zum grossen Missionar für Christus.

Darum: Das Ideal ist in Gottes Hand und wir können das Ideale nicht aus menschlicher Kraft verwirklichen. Aber Jesus Christus kann es:

 "Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden." 10,13b


Römer 12 bis 14

14.1.23

Nachdem Paulus das Leben in der Gnade erklärt hat, wendet er diese Freiheit in der Praxis anzuwenden. Das darf man nun nicht im Leistungsdenken verstehen, sondern in Christus, im Bewusstsein, dass ich es nicht im Fleisch, nicht mit meinen menschlichen Möglichkeiten kann, sondern in Christus geschenkt bekomme.

Das ist ein anderer Gehorsamschritt, als wenn ich es aus eigener Kraft machen müsste. Es ist vielmehr, im Vertrauen auf die Hilfe Gottes barmherzig und grosszügig zu leben, weil man von Gott beschenkt wird.

In dieser Zeit bis Jesus wiederkommt, steht das noch unter dem eschatologischen "Schon-jetzt-und-noch-nicht-Aspekt". Also ein immer wieder in Christus sein wollen.

Wir sind in Christus gerettet. Trotzdem harren wir in Christus.

"Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid auf das bedacht, was in den Augen aller Menschen gut ist." Römerbrief.

Das können wir nicht. Aber Christus kann es. Und da wir Gottesfurcht haben und damit unserer Menschenfurcht Einhalt gebieten, können wir das in Christus auch, wenn uns die Menschen ablehnen. Die Ablehnung oder sogar der Hass tut weh. Paulus wird schlussendlich sogar in Rom geköpft. Aber die geistliche Wahrheit, die Liebe zu den Menschen in Rom war so stark, dass Rom schlussendlich christlich wurde. Kaiser Konstantin hielt es zwar noch für unmöglich aus Rom eine christliche Hauptstadt zu machen.

Aber es wurde ein wichtiges christliches Zentrum. Natürlich lässt das auch dss Böse aufflammen und wir sehen dann gerade in der römischen Kirche durch den Machtzuwachs Perversionen. In der Reformationszeit sah man das Prinzip des Papsttums als den Antichristen. Nicht unbedingt jeder Papst, aber das Prinzip, dass man die Stellvertretung Gottes praktisch zum Gott selber sein erhöhte, dass man selber Erfüllen will, anstelle in Christus und dass man selber bestimmen will, was Gott zu wollen hat.

Und das ist ja nicht nur ein Problem des Pfarrers von Rom. Wir alle haben eine solche Tendenz, die uns ins Unglück führen wird, wenn wir es nicht täglich zu Christus bringen.

Dieses Busse tun ist ein freudiges Geschäft, wie schon Luther sagte.

Denn die Freude am Herrn ist unsere Kraft. Sinngemäss steht das schon im Alten Testament, s. Nehemia 8,10

Unsere Freude liegt in Gott und nicht in den Umständen, darum kann Paulus diese Zeilen im Heiligen Geist schreiben.

Gott gebe uns seinen Geist, damit wir immer mehr in Christus ruhen dürfen. Auch wenn unsere erste Liebe erkaltet sein sollte: Christus kann sie wieder geben. Vielleicht eine gereiftere Liebe, die nun mehr versteht. Weniger enthusiastisch, dafür umso ausdauernder. 


Römer 15



Römer 16
30. Januar 2023
Der Schluss des Römerbriefes: Man merkt, wie Paulus herzlich mit den Gläubigen verbunden ist. Die Gemeinschaft der Heiligen war Realität. Zugleich sieht er sie auch gefährdet, darum gibt er Ratschläge dazu.





 







Sonntag, 15. Januar 2023

Heinrich Bullinger, der Nachfolger Zwingli aus dem Aargau

 Ein interessantes Interview: Herr Tillmann Luther interviewt einen anderen reformierten Pfarrer zum Thema Heinrich Bullinger.


Gerade diese Woche hatte ich ein interessante E-Mail-Diskussion mit einem anderen reformierten Pfarrer, der mich übrigens sehr beeindruckt. Leider ist dieser pensioniert. Er meinte zum Thema der Prädestination, dass er Heinrich Bullingers Haltung vor der Johannes Calvins vorzieht. Und dann ist er von der Bundestheologie Bullingers beeindruckt. Zwingli war scheinbar der erste, der auf diesen biblischen Zusammenhang aufmerksam machte. Bullinger arbeitete sich in diesem Thema ein.

Er schrieb ebenfalls eine Schrift über Bullinger und seiner theologischen Arbeit, die er mir noch geben wird. Worauf ich mich sehr freue.

Ich verstand ihn zum Thema Prädestination so:

Der Mensch hat keinen freien Willen (= ein philosophisches Konzept). Gott lässt ihm den eigenen Willen. ... und kann diesen eigenen Willen verändern, wenn er ihm ein Wunder schenkt.

Vielleicht werde ich aus seiner Arbeit an dieser Stelle noch weitere Informationen veröffentlichen.

Samstag, 31. Dezember 2022

Martin Luther heutige Theologen Rebell wider willen?

Ein interessantes Interview / Gespräch zum Thema Martin Luther.

Mit dabei auch ein römisch-katholischer Theologe. Dieser meint sogar, dass die römische-katholische Kirche nur Dank Martin Luther überleben konnte. Die andere Teilnehmer sehen eine Chance, wie die westliche alte Kirche nicht auseinandergebrochen wäre: Die Reformen ernst nehmen. Interessant war auch der Vorschlag Luther heilig zu sprechen. Die interessante Reaktion der Protestanten: Das wäre eine Verhöhnung Luthers. Die Umarmungen auch des aktuellen Papstes müsste sich auch in konkrete rechtliche Schriften äussern.

Sehr interessant.




Interessant: Martin Luther war gegen einen religiösen Krieg gegen die Türken, da die Türken die Zuchtrute Gottes sei. Später hat er sehr wohl eine militärische Abwehr befürwortet, wie er genial der Sinn der Armee (und ich vermute auch der Polizei) sah.


Das Schlusswort ist ein Zitat von Martin Luther:

"Es ist kein Mensch so böse, das nicht irgendetwas an ihm zu leben wäre."

Das gilt auch für Luther.