Samstag, 25. Dezember 2021

Heiliger Abend, Weihnachten 2021, Der gute Hirte

 Hier lese ich den Text (ohne Bibelstellen) vor. Ich lese nicht ganz so flüssig, da ich es von meinem Handy ablese:


Nach dem Heiligen Abend, nach einer glücklichen Familienfeier spürte ich eine tiefe Trauer. Ein Weltschmerz, eine tiefe Betrübtheit über Leid, dass „natürlich“ auf uns Menschen ruht, dass wir durch Schläge des Schicksals erhalten, und auch über Schläge, welche wir durch unsere Torheit uns selber geben, weil wir unweise handeln. Ja, es war auch eine Trauer, über die fehlende Unweisheit in meinem Leben. Wie viel hätte ich glücklicher gestalten können? Wie viel Gaben Gottes weiser einsetzen können!

Selbstmitleid; nicht erkennen oder auch nur nicht wahrnehmen von offensichtlich guten Wegen; Lügen, die man glaubte; Menschen, die man viel zu wichtig nahm. Und nun, wo sind sie? Sie schienen wie brüllende Löwen, wie Felsen, die alles domminieren und nun sind sie einfach nicht mehr! Sie waren mächtig. Sie hatten was zu sagen. Darunter sind auch Menschen, die mir gut taten und die ich gern hatte. Auch sie sind nicht mehr in dieser Zwischenzeit.  Selbstverständlichkeiten, die nicht mehr sind.

Und wo sind meine Hoffnungen und Träume? Die Welt wurde nicht besser.  Unser Land, ja der ganze Westen wankt. Macht und Möglichkeiten sind zwar immer noch riesig, aber wie eine mächtige Dampflokomotive, weiss man nicht, die Kraft auf die Schiene zu bringen, d.h. die von Gott gegebene Macht weise anzuwenden. Anstelle Probleme zu Chancen zu machen, verirren wir uns in vielen Ideen, die bald wie Luftblasen zerplatzen könnten. Afghanistan ist ein entsprechendes Mahnmal dafür.

Unweisheit anstelle Weisheit. Und es besteht die Gefahr, dass Unweisheit mit Selbstbewusstsein kompensiert wird.

Auf der einen Seite wird alles relativiert: Die Postmoderne glaubt an das Dogma: „Es gibt keine Wahrheit!“ Irrationalität pur, denn wenn es wahr wäre, wäre es nicht wahr. Und so verlieren wir innere Werte und verlieren uns in Zweckethik und Materialismus. Zugleich macht sich eine neue Gesetzlichkeit breit: Idealismus der zu Perfektionismus führt. Ein Übermoralisieren, das unbarmherzig über jeden hereinbrechen kann, der etwas „Falsches“ sagt.

Die Suche nach der Wahrheit wird so völlig vergessen: Entweder, weil man nicht mehr an existierende Wahrheit glaubt oder/und weil man seine Erkenntnis als absolute Wahrheit aufbläht.

In diesem Klima haben Verantwortliche Mühe ehrlich zu sein, denn ein unbarmherziger Mobb könnte über sie herfallen. Die Differenzierung wird immer schwieriger. Immer mehr Leute wollen an Vereinfachungen und Verschwörungstheorien glauben. Mit Verschwörungstheorien meine ich eine Theorie, die zur absoluten Wahrheit verklärt wird. Man will nicht erkennen, dass neben berechtigten  Fakten auch noch nicht geklärte Sachverhalte gehören. Und manchmal mischt man sogar wilde Spekulationen als absolute Wahrheit hinein. Da klingt es dann sehr schnell: Es ist nicht meine Meinung, sondern dass sind Fakten. Widersprüche werden nicht mehr erkannt. Die Naturwissenschaft verliert ihre Offenheit für neue Erkenntnisse, da man ja schon alles zu wissen glaubt usw. Dabei besteht der Erfolg der Naturwissenschaft gerade in ihrer vorläufigen Erkenntnis, in ihrem Wissen, ein Try und Search. Aber schon vor Corona gab es immer wieder Bewegungen, die die Wissenschaft für Ihre Ideen (und Ideologien) vereinnahmen wollten. Honecker sprach in der DDR vom „wissenschaftlichen Kommunismus“. Die Evolutionstheorie wurde in der Sowjetunion und ihrer Ideologie und Materialismus so ideologisch „gefestigt“, dass sie Mühe mit der mendelschen Erblehre hatten. Im Westen wurde diese schnell in die Evolutionstheorie integriert. Die UDSSR merkte aber, dass passt nicht zur Grundidee. Später hatten viele Wissenschaftler auch im Westen Mühe mit der Urknall-Theorie, weil dies natürlich nicht zum Materialismus passt. Das klang viel mehr nach einem Anfang. Mittlerweilen haben wir interessante Theorien (zum Beispiel die Idee der Multi-Universen), die den Materialisten wieder Hoffnung geben. Aber diese haben natürlich nichts mehr mit unserer Naturwissenschaft zu tun. Denn die heutigen Gesetze der Naturwissenschaft gelten nicht für diese Theorien. Und die interessante Überprüfung ist nicht möglich, weil wir nicht darauf zugreifen können. Übrigens auch auf Gott können wir nicht „zugreifen“, wie sonst üblich in der Naturwissenschaft, da er ausserhalb der Schöpfung ist, obwohl er natürlich jeden Moment alles am Leben erhält.

 

Was mich aber auch schmerzte, war die Schwachheit des Christentums. Ein Freund schrieb heute Morgen – und das nimmt das ein wenig auf:

 

„Sagt, wo ist die Freude hin?

Wie entstellt der Weihnachts-Sinn.

Keine Ruhe, Stress, Rumlaufen, wie im Rausch Geschenke kaufen,

schwer im Magen liegt das Essen,

Sinn der Weihnachten ganz vergessen?

 

Gott ward Mensch, kam auf die Erde,

dass Versöhnung, Frieden werde.

Dies ist doch der Grund zur Freude,

für uns Menschen, nicht nur heute.

 

In diesem inne: Gesegnete Weihnacht.“

 

Tief beeindruckend.

 

Was mich auch aufwühlte, war die Tatsache, wie wenig Hirtendienst es gibt. Manch christliche Organisation versucht mit Planung, Management und Aktivitäten Gott zu dienen, aber vergisst manchmal das Naheliegendste: Tägliche Busse, damit aus unserem Misst guter Dünger wird. Zuerst zu Christus und in ihm Ruhen.

Nur so lässt sich erklären, dass ich eine Frau sehe, die sehr enttäuscht von Christen ist. Natürlich ist sie selber dafür verantwortlich, wie sie auf die Christen reagieren will: Jeder von uns ist verantwortlich, ob er für das Gute, was Gott gibt, dankbar sein will oder ob er für das, was er nicht hat auf Gott wütend sein will und verbittern will.

Aber dennoch bleibt auch eine Verantwortung der Hirten: Warum gehen all jene ihr nicht nach, für die diese Frau viel getan hat? Wo sind die Taten, die ihren Worten folgen müssten? Nur Schall und Rauch?

Natürlich meine ich keine gesetzliche Art der Taten, sondern ein in Christus ruhende, nicht verurteilende barmherzige Tat: Ein Telefon. Ein Brief. Vielleicht auch ein Gebet oder sogar ein Besuch?

 

Und ich selber, weiss wie schwach ich bin. Einmal wurde jemand sehr zornig deswegen auf mich. Vielleicht ging er zu weit. Aber etwas wahrer war es schon. Aber auch ich, bin nur ein Mensch. Und im Gegensatz zu den Idealisten und Gesetzlichen möchte ich meine Mankos Jesus Christus hinlegen, damit er daraus etwas Gutes macht. Ich kann es nicht. Ich kann nur immer wieder zu Christus (= Busse tun), damit es besser wird. Vor wenigen Tagen war ich nicht wie gestern traurig über das Leid, sondern wurde sehr wütend. Bei einem Mann kann sich eine Depression auch als Wut zeigen. Das ganze Leid und die Unmöglichkeit den Leidenden zu helfen, machte mich so wütend. Wenn ich nur mit Gebrüll das Leben verbessern könnte! Aber das liegt nicht an mir. Gott ist es, der so etwas kann. Ex nihilo! Gott kann aus dem Nichts schaffen.

 

Aus diesem allem begann ich zu beten. Später las ich Bibelstellen zum Hirte-Sein. Die hier unten zu lesen sind.

Gebet

Lieber Heiland, werde unser aller Hirte, damit wir gut behütet, genährt und geführt werden. Nur in Dir, Jesus Christus findet meine Seele Ruhe. Nur in Dir wird alles Gut! Danke! Dir allein sei Ehre und Lob!                                Amen. Amen.

 

Hier die Bibelstellen:

 

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Schafstall hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.

Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirte der Schafe.

Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus.

Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme.

Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm, denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht.

Dieses Gleichnis sagte ihnen Jesus. Sie verstanden aber nicht, wovon er zu ihnen redete.

Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe.

Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber, aber die Schafe hörten nicht auf sie. Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen damit sie Leben haben und es im Überfluss haben.

Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.

Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht, und der Wolf raubt und zerstreut die Schafe.

Der Mietling, aber flieht, weil er ein Mietling ist und sich nicht um die Schafe kümmert.

(Zürcher übersetzt die Verse 11 bis 13 folgendermassen:

 

„Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt setzt sein Leben ein für die Schafe. Der Lohnarbeiter, der nicht Hirt ist, dem die Schafe nicht gehören, der sieht den Wolf kommen und lässt die Schafe im Stich und flieht, und der Wolf reisst und versprengt sie. Er ist eben ein Lohnarbeiter, und ihm liegt nichts an den Schafen.“)

 

Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin den Meinen bekannt, gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.

Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch diese muss ich führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

Darum leibt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wieder nehme.

Niemand nimmt es v on mir, sondern ich lasse es v on mir aus. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.

Da entstand wiederum eine Spaltung unter den Juden um dieser Worte willen;

Und viele von ihnen sagten: Er hat einen Dämon und ist von Sinnen, weshalb hört ihr auf ihn?

Andere sagten: Das sind nicht die Worte eines Besessenen. Kann denn eine Dämon Blinden die Augen auftun?“                      (Johannes 10,1–21)

 

„Ein Psalm Davids.

Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.

Er erquickt meine Seele, er führt mich auf rechter Strasse um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Todestal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, die trösten mich!

Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fliesst über.

Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.“                                                     Psalm 23

 

„Ein Psalm Davids.

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Auge

Und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Strasse um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;

Denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.“                                                       (Psalm 23, Luther)

 

„Ein Psalm Davids.

Der HERR ist mein Hirte, mir mangelt nichts, er weidet mich auf grünen Auen.

Zur Ruhe am Wasser führ er mich,

neues Leben gibt er mir.

Er leitet mich auf Pfaden der Gerechtigkeit

Um seines Namens willen.

Wandere ich auch im finstern Tal,

fürchte ich kein Unheil,

denn du bist bei mir,

dein Stecken und dein Stab,

sie trösten ich.

Du deckst mir den Tisch

Im Angesicht meiner Feinde.

Du salbst mein Haupt mit Öl,

übervoll ist mein Becher.

Güte und Gnade werden mir folgen alle meine Tage,

und ich werde zurückkehren ins Haus des HERRN mein Leben lang.“

                                                                                     (Psalm 23, Zürcher)

 

„Und das Wort des Herrn kam zu mir also:

Menschensohn, weissage wider die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen, den Hirten: So spricht Gott, der HERR: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden!

 

Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?

 

Das Fette esst ihr, mit der Wolle bekleidet ihr euch, und das Gemästete schlachtet ihr, aber die Herde weidet ihr nicht!

Das Schwache stärket ihr nicht, das Kranke heilet ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verscheuchte holt ihr nicht zurück, und das Verlorene suchet ihr nicht, sondern streng und hart herrschet ihr über sie! Und so haben sie sich zerstreut, weil sie ohne Hirten waren, und sind allen wilden Tieren des Feldes zur Speise geworden und haben sich zerstreut.

Auf allen Bergen und hohen Hügeln gehen meine Schafe irre, und über das ganze Land sind meine Schafe verstreut; und niemand ist da, der nach ihnen fragt oder sie sucht.

Darum, ihr Hirten, höret das Wort des HERRN!

So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, weil meine Schafe zum Raube und allen wilden Tieren des Feldes zur Speise geworden sind, weil sie keinen Hirten haben und meine Hirten meine Schafen nicht nachfragen, weil sie nur sich selbst und nicht meine Schafe weiden, so höret, ihr Hirten, das Wort des HERRN!

(10) So spricht Gott, der HERR: Siehe, ich will an die Hirten und will meine Schafe von ihren Händen fordern und will ihrem Schafeweiden ein Ende machen, und die Hirten sollen hinfort auch sich selbst nicht mehr weiden; denn ich will meine Schafe aus ihrem Maul erretten, dass sie hinfort nicht ihre Speise seien.

Denn also spricht Gott, der HERR: Siehe, ich selbst will meinen Schafen nachforschen und sie suchen!

Wie ein Hirt seine Herde zusammensucht an dem Tage, da er mitten unter seinen zerstreuten Schafen ist, so will ich meine Schafe suchen und sie aus allen Orten erretten, dahin sie sich an dem neblichten und dunklen Tage zerstreut haben.

Ich will sie aus den Völkern herausführen und aus den Ländern zusammenbringen und will Sie in ihr Land führen und sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Wohnorten des Landes.

Auf einer guten Weide will ich sie weiden; und ihre Trift soll auf den hohen Bergen Israels sein, daselbst sollen sie sich in einer guten Hürde lagern und auf den Bergen Israels fette Weide haben!

 

Ich will selbst meine Schafe weiden und sie lagern, spricht Gott, der HERR.

 

Das Verlorene will ich suchen und das Verscheuchte zurückholen und das Verwundete verbinden; das Schwache will ich stärken; aber was fett und stark ist, will ich abtun; ich will sie weiden, wie es recht ist.

 

Und zu euch, meinen Schafen, spricht Gott, der HERR: Seht, ich will richten zwischen den einzelnen Schafen, zwischen den Widdern und Böcken.

 

Ist es euch nicht genug, dass ihr eine so gute Weide abweidet; müsst ihr auch noch das übrige Weideland mit euren Füssen zertreten? Und wenn ihr klares Wasser getrunken hab, müsst ihr dann das übrige mit euren Füssen trüben?

Und sollen dann meine Schafe das abweiden, was ihr mit euren Füssen zertreten habt, und trinken, was ihr mit euren Füssen trübe gemacht habt?

 

Darum spricht Gott, der HERR, also zu ihnen: Siehe, ich will selbst richten zwischen den fetten und den mageren Schafen, 

weil ihr alle schwachen Schafe mit Seite und Schulter gedrängt und mit euren Hörnern gestossen habt, bis ihr sie hinausgetrieben hattet, so will ich meinen Schafen zu Hilfe kommen, dass sie hinfort nicht mehr zur Beute werden sollen, und ich will Recht sprechen zwischen den einzelnen Schafen.

Ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich meinen Knecht David; der soll sie weiden, und der soll ihr Hirte sein.

 

Und ich, der HERR, will ihr Gott sein, und mein Knecht David soll Fürst sein mitten uter ihnen; ich, der HERR, habe es gesagt!

 

Ich will einen Friedensbund mit ihnen schliessen und alle bösen Tiere aus dem Lande treiben, dass sie in der Wüste sicher wohnen und in den Wäldern schlafen können.

Ich will sie und die Umgebung meines Hügels zum Segen setzen und will ihnen den Regen zu seiner Zeit herabsenden; das sollen gesegnete Regen sein!

Und die Bäume des Feldes sollen ihre Früchte bringen und das Erdreich sein Gewächs; und sie sollen sicher in ihrem Lande wohnen und erfahren, dass ich der HERR bin, wenn ich ihr Joch zerbreche und sie aus der Hand derer errette, die sie knechteten.

 

Sie sollen hinfort nicht mehr eine Beute der Heiden werden; noch sollen die wilden Tiere des Landes sie fressen, sondern sie sollen sicher wohnen, und niemand wird sie erschrecken.

 

Ich will ihnen auch eine berühmte Pflanze erwecken, dass sie nicht mehr durch Hunger im Lande weggerafft werden und die Schmähung der Heiden nicht mehr tragen müssen.

 

Also werden sie erfahren, dass ich, der HERR, ihr Gott, bei ihnen bin und dass sie, das Haus Israel, mein Volk sind, spricht Gott, der HERR.

 

Und ihr seid meine Herde; ihr Menschen seid die Schafe meiner Weide! Ich bin euer Gott, spricht Gott, der HERR.“                                            Ezechiel = Hesekiel 34

 

„“Darauf sprach Jesaja: Höre doch, Haus Davids, ist es euch nicht genug, dass ihr Menschen ermüdet, müsst ihr auch meinen Gott ermüden?

Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben:

 

Siehe, die Jungfrau hat empfangen und wird Mutter eines Sohnes, den sie Immanuel nennen wird.“

                                                                                     Jesaja 7,13+14

 

„Er wird den Tod auf ewig verschlingen. Gott der HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und die Schmach seines Volkes von der ganzen Erde hinwegnehmen! Ja, der HERR hat es verheissen.

Zu jener Zeit wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben, dass er uns Heil verschaffe; das ist der HERR, auf den wir warteten; nun lasset uns frohlocken und fröhlich sein in seinem Heil!“                                                               Jesaja 25, 8–9

 

 

 

Anhang:

-       Wenn nichts steht, habe ich die Schlachter-Übersetzung zitiert.

-       Wenn HERR in Grossbuchstaben steht, steht im Urtext das Tetragamm: JHWH.

Im Hebräischen werden nur die Konsonanten geschrieben. Die Vokale wurden viel später mit kleinen Zeichen nachgeführt. Da die Juden vor dem Namen Gottes sehr stark respektiert, und ihn auf keinen Fall missbrauchen wollten, sprachen sie ihn nicht mehr aus, sondern sagten an dessen Stelle Adonaj, was Herr bedeutet. Laut Wikipedia sei auch HaSchem, was „der Name“ bedeutet, gelesen.

 

 

Dienstag, 21. Dezember 2021

Kidult

Eben hab ich diesen Begriff neu gelernt: Kidult.

Dieser Begriff setzt sich aus Kid für Kind und adult für Erwachsener zusammen. Es ist als ein aus dem englischen Wortschatz zusammengestellter Begriff. Er erklärt, wie heute Erwachsene "kindliche" Verhaltensweisen in ihr Erwachsensein integrieren. Das muss nicht kindisch sein.

Dies führt u.a. dazu, dass laut Coop-Zeitung rund 25% der Spielsachen heute von Erwachsenen gekauft werden. Bei Lego sind es sogar 50%. Ich selber habe für gewissse Modelle meine Vorlieben: zum Beispiel i.S. Lego-Eisenbahn. Allerdings produziert Lego heute für Erwachsene nicht wirklich ein grosses Sortiment auf diesem Gebiet, daher bezog ich auch schon etwas bei Bluebrixx. Eigentlich handelt es sich hier dann um eine Art Puzzle in 3 D (= dreidimensionales Puzzle), indem ich meine Vorliebe für Modelleisenbahn umsetzten kann. 

Erich Kästener (1899 bis 1974) soll gesagt haben: "Nur wer Erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch." (1). Bei Hunden sagt man, dass verspielte Hunde intelligent sind. Belgische Schäfer zum Beispiel sind viel verpielter als Deutsche Schäferhunde. Mit belgischen Schäfer kann man nicht so lange trainieren, wie mit Deutschen Schäfern. Aber ist das nicht auch eine Art von Weisheit? Denn das Leben ist nicht nur Disziplin und Leistung. Zudem gilt für Kinder, dass Spielen auch eine Art von Arbeit ist, indem sie lernen. 

Interessant ist, was Jesus Christus zu diesem Thema sagte:

"Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes!

Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen! Und er nahm sie auf die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie." 

(Markus 10,14b-16)

Im Vers 13 sehen wir, wie die Jünger von Jesus die Kinder von Jesus abhalten wollten. Ja noch mehr: "die Jünger tadelten die, welches sie brachten." Es waren also so kleine Kinder, dass sie gebracht wurden. Für Kind steht im griechischen Urtext "Paidia". "Paian" bedeutet übrigens Retter, Helfer, Arzt und Heiland und feierlicher, vielstimmiger Gesang. Paidia kann auch Spiel, Scherz und Belustigung bedeuten. Mein Griechisch ist nicht so gut. Aber ich vermute, hier wird Paidia wie im Deutschen in der Mehrzahl verwendet und kommt von Peideia. Peideia bedeutet Erziehung, Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kindheit. Ich hätte gehofft, wir können hier eindeutig aus dem griechischen Wort ableiten, dass es sich um Kleinkinder handelte. Dann wäre diese Bibelstelle ein Zeugnis für einen Glauben, der nicht auf intellektuellen Denken, sondern auf einem kindlichen Urvertrauen beruht. Ich bin dankbar für entsprechende Kommentare, die hier weiterhelfen.

Auf jeden Fall tendiere ich trotzdem zu dieser Auslegung: Jesus Christus in einem kindlichen Urvertrauen zu vertrauen, nur so gehört uns das Reich Gottes. Denn es sind Kinder die gebracht werden (Vers 14). Kinder, die noch abhängiger von anderen Menschen sind, als wir Erwachsene. Und leider sind die Jünger gar nicht nett zu denen, die sie bringen. Und Jesus Christus muss hier seine Jünger korrigieren. Es steht sogar im Vers 15, dass Jesus unwillig wurde. Jesus regte sich also über seine Jünger auf:

"Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn solchen ist das Reich Gottes!

Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen!" (14a bis 15).

Wir dürfen hier dankbar sein, dass Jesus uns als seine Jünger hier korrigiert: Es ist nicht unsere Leistung, die uns zu Jünger macht, sondern unser schlichtes Vertrauen in Jesus Christus, dass er alles macht. Kleinkinder können gar nicht anders, als sich darauf verlassen, dass sie umsorgt werden. Und genau in dieser Haltung dürfen, ja müssen wir zu Jesus Christus gehen! Das mag demütigend für unseren Stolz sein. Aber es tut gut, damit wir nicht den gleichen Fehler wie die Jünger von Jesus machen und andere UND uns selber von Jesus Christus fernhalten. 

Und es befreit uns vom Leistungsdenken. Unser Herz, unsere tiefstes Inneres kann so in Jesus Christus zur Ruhe kommen. Wir sehen, dass es hier um viel mehr geht, als wir im ersten Moment unter dem Begriff Kidult erwartet hätten.

Interessant ist, dass im Vers 17, also gerade im nächsten Vers ein reicher Jüngling zu Jesus Christus kommt und ihn fragt, was er tun muss, damit er das ewige Leben ererben kann. Das ist praktisch das gleiche, wie die Frage, wie wir ins Reich Gottes eingehen können. Hier reagiert Jesus ganz anders. Er nimmt die Leistungsbereitschaft dieses reichen Jünglings und steigert die Anforderung ins Unermessliche und folgert daraus: "Es ist leichter, dass ein Kamel durch das Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt." (Vers 25) 

Die Jünger waren entsetzt. Da war nun doch ein reicher Jüngling, der die guten Gebote Gottes einhielt und offensichtlich mit Reichtum von Gott beschenkt worden ist. Der war doch ganz anders als Kleinkinder, die nichts tun können und sich nur beschenken lassen können. Er hat doch soviel geleistet! Und er soll nicht in den Himmel kommen? 

"Sie aber entsetzen sich sehr und sprachen untereinander: Wer kann denn dann gerettet werden?" (Vers 26).

"Jesus aber blickte sie an und sprach: Bei den Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott! Denn bei Gott sind alle Dinge möglich." (Markus 10,27)

Danach kommt das Thema des Lohnes der Nachfolge von Jesus Christus.

Interessant! Nicht wahr?

Überraschend und anregend. So ist Gott, er bringt uns zum Denken und in seine Ruhe. 

Wenn wir in Jesus Christus ruhen, was hier in dieser Zwischenzeit wohl täglich in Busse geschenkt wird, dann werden wir wirklich immer wieder zur Ruhe kommen. Unsere Werke werden nicht unsere Werke sein, sondern das Wirken des Heiligen Geistes und darum werden wir allein Gott die Ehre dafür geben und das wird uns sehr glücklich machen, weil wir in Christus ruhen und Gott geniessen können. Dazu hat Jesus Christus alles getan. Wir dürfen mit all unseren Mankos, Sünden und Flüchen sowie Werken zu Jesus Christus gehen und er macht aus unserem Misst guten Dünger. Er heiligt sie. Das ist ein Wunder. Menschen können das nicht. Aber: "Denn bei Gott sind alle Dinge möglich." (27b)

Danke lieber Heiland für Deine Gnade! Danke für Deine Erwählung. Danke für Deine Liebe vor Erschaffung dieser Welt, die mich zu Dir gezogen hat. Die mich aufweckte und mein Wille zu Dir hin schaffte. Du allein bist würdig! Dir allein gehört die Ehre! Und danke darf ich so in Dir ruhen und immer wieder lernen in Allem in Dir zur Ruhen, damit Du alles Gut machst. 

Amen

In diesem Sinne wünsche ich allen schöne Weihnachten und ein gesegnetes Jahr 2022. Hoffentlich sehen wir uns alle wieder im Reich Gottes.

PS:

Matthäus 19,14 "Aber Jesus sprach: Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen; den solcher ist das Reich der Himmel!" Die Genfer Studienbibel schreibt dazu:

"Die Jünger sahen Kinder als eine Ablenkung Jesu von seinem Werk an. Aber Jesus heisst die Kinder als Bürger des Königreiches willkommen und segnet sie. Da der Eintritt ins Himmelreich durch Gottes Gnade ermöglicht wird und nicht durch menschliche Leistung, haben die abhängigen Kleinen einen besonderen Anspruch auf den Bundessegen (18,1-11)."

Cool, diese Auslegung bestätigt unsere Sichtweise.

Anhang: 

(1) Quelle: Coop-Zeitung





Freitag, 17. Dezember 2021

Weihnachten 2021 Oh Heiland reiss die Himmel auf.

 Diesen Donnertag (16.12.21) feierten wir im Garten - Corona bedingt - Weihnachten. Ich war erstaunt, wie uns Gott beschenkte.

Hier den geistlichen Input:



Daneben assen wir Flamenkuchen, Schinkengipfeli, selbstgemachter Kuchen und andere Süssigkeiten. Sangen Weihnachtslieder und beteten mit Gott.

Hier eine interessante Interpretation des Liedes: Oh Heiland reiss die Himmel auf.



Gebet:

Ja, lieber Heiland: Reiss die Himmel auf. Komm in diese Welt! Komm in unser Herz und mach uns bis in alle Ewigkeit froh! 

Du bist unser Löser und unser Heilang! Amen.


Hier der Text:

Oh Heiland, reiss die Himmel auf                              Weihnachten 2021

16.12.2021 im Garten gehalten (Corona)

 

Weihnachtsgeschichte: Lukas 2,1 ff.

 Unterschied der Reaktion des Priesters Zacharia (Lukas 1,5-1,25:

 Zacharias: „Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin alt, und meine Frau ist recht betagt.“ (Lukas 1,18)

Maria: „Maria aber sprach: ‚Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort! Und der Engel schied von ihr.“ (Lukas 1,38)

 Insbesondere Lukas 1,18+20) und Maria (Lukas 1,26-1,38: insbesondere Lukas 1,34 + 1,37+38).

Der reife Priester Zacharias hat mehr Mühe zu glauben, als die vielleicht 16-jährige Maria. Beide sind überrascht. Aber die (vermutliche) Teenagerin lässt sich auf ein noch grössere Herausforderung positiver ein als der Priester. Man bedenke, was für Probleme es gab, wenn sie Schwanger wurde bevor die Ehe zwischen Josef und ihr vollzogen war! Darum musste ja auch ein Engel dies Josef dann erklären (Matthäus 1,21)

 Eigentlich reisst hier Gott etwas den Himmel auf. Doch er bricht noch nicht als Pantokrator / als Weltenherrscher in unsere Welt auf, sondern kommt als hilfloses Buschi in unsere Welt. Erstaunlich. Und wie wir, d.h. die Menschheit mit ihm umging, sagt auch vieles über unser Menschsein aus. Seine Geschwister hatten anfänglich sehr Mühe mit ihm: Man stelle sich auch vor: Sie hatten einen Bruder ohne Fehler. Alles war er machte war gut. Für uns Sünder schrecklich. So jemand hassen wir. Erst spät bekehrten sich die leiblichen Geschwister von Jesus Christus.

Wir haben Freude an Christus, wenn er unsere Wünsche erfüllt. Wenn er aber nur leicht auf unsere wunden Punkte den Finger legt, kann dass uns verletzten und eine starke Reaktion auslösen. Daher verspottete, verlachten und kreuzigen wir den einzig wirklich guten Menschen, Jesus Christus. Nun ist es aber so, dass Gottes Vorsehung, Prädestination alles in seiner Hand hat. Wohl sind wir 100% verantwortlich für was wir tun. Aber unser menschliches Denken völlig übersteigend, hat Gott alles unter Kontrolle. Ja noch mehr, Gott erfüllt seinen Plan auch mit seinen Widersachern. Denn Gott sandte seinen Sohn, als der genau richtige Zeitpunkt war. Gott erfüllte seinen Plan, indem er Jesus Christus, Gottes Sohn auf diese Welt sandte: 100% Gott und 100% Mensch, der wie wir lebte – aber ohne Sünde:

 Galater 4,4-7:

„Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen. Weil ihr nun Söhne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der ruft: Abba, Vater!

So bist du also nicht mehr Knecht, sondern Sohn; wenn aber Sohn, dann auch Erbe Gottes durch Christus.“

 Und wenn hier steht Sohn, so gilt das für alle, die in Christus sind: Mann oder Frau, Kind oder Erwachsener. Jude oder Heide.

 Hier sehen wir auch, wie die biblische Prädestination zu verstehen ist: Aus menschlicher Sicht hat die Menschheit gegenüber Jesus versagt und zeigt, wie tief wir in der Sünde stecken: Die Menschheit hat versagt. Die Kirche hat versagt. Die Jünger von Jesus haben versagt.

Auf der anderen Seite, sehen wir in Christus, wie Gott der Vater seinen Heilsplan mit dem allem erfüllt hat: Gott (100% Gott) selber stirbt als 100%-iger Mensch am Kreuz und trägt mein und Deine Schuld. Unser Fluch, unsere Verurteilung des gerechten Gesetzes Gottes wird an Gott selber vollzogen, damit Gott uns vergeben darf und uns als seine Kinder, als seine Söhne annehmen darf. So sind wir nun in Christus nicht mehr Feinde Gottes, sondern seine Söhne und Töchter. Letzten Sonntag predigte Pfarrer Hohl sogar davon, dass wir mit dem Triumpf von Jesus Christus und seinem Sieg die neue Welt gestalten werden. IN CHRSTUS SIND WIR AUF DER SIEGER SEITE! Es mag manchmal anders aussehen. Manchmal sieht man nur die Schmach von Jesus, die wir in dieser Zwischenzeit auch tragen dürfen, aber aus der Sicht Gottes sind wir auf der Sieger Seite in Christus. Und dieser Sieg bricht auch in diese Zwischenzeit: Vor allem in einer geistlichen Art. Aber auch immer wieder in tausend verschiedenen Vorbezügen unseres Erbes in Christus. Manchmal wird unser Glauben noch geprüft: Glauben wir an Christus, weil es wahr ist oder nur, weil wir einen Vorteil haben? Ganz gewiss, dürfen wir hier hedonistisch sein und ganz egoistisch nur an uns und unser Heil denken. Denn es ist lauter Gnade. Zugleich kann Gott uns manchmal auch vor die Entscheidung stellen: Glauben wir wirklich, dass sein Gesetz und sein Weg das Beste für uns und alle anderen ist? Bin ich bereit in Christus zu bleiben, wenn es etwas kostet? Oder verfalle ich der Selbsterlösung oder einer Abkürzung, die gar keine Abkürzung ist, sondern nur Sünde?

 „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft kommt auf seine Schulter; und man nennt ihn: Wunderbar, Rat, starker Gott, Ewigvater, Friedefürst.

Jesaja 9,5

 Jesaja wirkte von 740 v. Christi Geburt bis 701 vor Christi Geburt. Gute sieben Hundert Jahr, bevor Gott dieses Versprechen in Jesus Christus erfüllte: Weihnachten.

 Lied als Gebet (durch Vorschlag von : gesungen: cool):

 Oh Heiland, reiss die Himmel auf:

 O Heiland, reiß die Himmel auf,

Herab, herab, vom Himmel lauf,
Reiß ab vom Himmel Tor und Tür,
Reiß ab, wo Schloß und Riegel für!

 O Gott, ein' Tau vom Himmel gieß,

Im Tau herab, o Heiland, fließ.
Ihr Wolken, brecht und regnet aus
Den König über Jakobs Haus.

 O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd,

Daß Berg und Tal grün alles werd.
O Erd, herfür dies Blümlein bring,
O Heiland, aus der Erden spring.

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,
Darauf sie all ihr Hoffnung stellt?
O komm, ach komm vom höchsten Saal,

Komm tröst uns hier im Jammertal.

O klare Sonn, du schöner Stern,
Dich wollten wir anschauen gern;
O Sonn, geh auf, ohn' deinen Schein
In Finsternis wir alle sein.

Hier leiden wir die größte Not,
Vor Augen steht der ewig Tod.
Ach komm, führ uns mit starker Hand
Vom Elend zu dem Vaterland.

Da wollen wir all danken dir,
Unserm Erlöser, für und für;
Da wollen wir all loben dich
Zu aller Zeit und ewiglich.

 Danach eindrückliche Interpretation gehört:

 https://www.youtube.com/watch?v=w4SJ5jC2Npw

 Zusammenfassung

Es gibt soviel Leid auf dieser Welt. Seit dem Sündenfall wird die Würde des Menschen immer wieder in Frage gestellt. Zum Glück sind wir alle aber nicht so bösartig, wie wir sein könnten. Aber manchmal braucht es nicht viel und wir glauben in einem heiligen Ernst unsere Bösartigkeit auf unseren Nächsten loslassen zu dürfen: Mobbing, hochmütige Selbsterlösung, Selbstgerechtigkeit.

Diese Problemlösung dürfen wir an Weihnachten feiern: Nach dem Advent, dem langersehnten Warten kommt unser Löser auf die Welt. Erstaunlicherweise noch nicht als Pantokrator, sondern als hilfloses Buschi. Obwohl er als Gott und Mensch der beste Mensch ist, kreuzigen wir ihn. Es ist schon ein Wunder, dass er ca. 30 Jahre alt bei uns werden durfte. Das sagt viel über den Zustand von uns Menschen aus. Wir haben Mühe mit dem Licht. Lieber sitzen wir im Dunklen...

Aber Gott tut Wunder und so gibt es Menschen, die ihre Sünden zu Christus bringen und erkennen wollen, dass Christus am Kreuz für meine persönliche Schuld und mein persönlicher Fluch gestorben ist. Er litt für mich, damit ich es nie erleiden muss. Er ist mein Löser und Heiland. Und er tat es auch für jeden anderen, der das Wunder erlebt, dass er diese Vergebung und Versöhnung mit Gott will.

Gott segne uns alle, damit Weihnachten in unseren Herzen wird. Obwohl noch das eschatologische Prinzip des «Schon jetzt und noch nicht» gilt,

dürfen wir immer wieder neu anfangen, Versöhnung mit Gott und unseren Leben finden und unser Leben frei und froh gestalten.

«Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.»

Matthäus 1,21   Ein Engel erklärte Josef, der Verlobte von Maria, was da vor sich ging.

Freitag, 10. Dezember 2021

offen.bar

 Eben habe ich eine interessante Seite gefunden:

Offen.bar.


Hier ein Beispiel zu Wissenschaft und Glauben:

https://offen.bar/brauchen-wir-wissenschaftliche-theologie/




Samstag, 6. November 2021

Mut zur Treue gegenüber Bibel und Bekenntnis Wie wichtig ist die Tradtition der Kirche?

 Unter diesem Thema wurde im Idea 42.2021 ein Interview mit Herrn Willi Honegger veröffentlicht. Sehr interessant zu lesen. Dieses Schweizer Netzwerk erinnert mit seinem Namen an das gleichlautende  Netzwerk in Deutschland.

Hierzu habe ich eben zwei Leserbriefe an Idea gesandt, die ich hier ebenfalls veröffentlichen möchte. Ich gehe dabei nur auf das Thema Tradtition ein.

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Leserbrief zu

Mut zur Treue gegenüber Bibel und Bekenntnis

(Idea 42.2021, Seite 8 ff: Interview mit Herrn Willi Honegger)

 

„Man kann die Bibel nur lesen, indem man sie auch im Zusammenhang der gesamten christlichen Tradition liest, wie die Bibel über alle Generationen hinweg verstanden worden ist.“

 

Man kann die Bibel auch ohne dieses Know-How mit Gewinn lesen. Allerdings fehlt mir dann eine wichtige Hilfe. Jedes gute Buch bringt mich an die Grenze meines Fassungsvermögens. Wieviel mehr gilt dies für Gottes Wort, die mir zur Schule des Heiligen Geistes werden soll! Es wäre unvernünftig und überheblich das Wissen der Alten prinzipiell abzulehnen, denn sie sind ein wichtiger Teil der Kirche. Wir sind nicht die ersten, die die Bibel lesen! Aber man darf sie als solche nicht über Gottes Wort stellen. Auch hier gilt es die Reihenfolge zu beachten: 1. Gottes Wort; 2. Kirchenväter; 3. heutige Leser, wozu wir und die Reformatoren usw. gehören. Es gehört gerade zur Tradition, dass sich die Kirchenväter und die Tradition, anhand der Bibel überprüft lassen will. Wir alle gewinnen nur, wenn wir unter Gebet täglich die Bibel lesen und uns dadurch erneuern lassen (= reformiert sind).

Heinrich Bullinger stellt sein Zweites Helvetische Glaubensbekenntnis ganz bewusst unter diese Tradition, wenn er schreibt: „… die uns aus dem Worte Gottes eines Besseren belehren, nicht ohne Danksagung nachzugeben und Folge zu leisten im Herrn, dem Lob und Ehre gebührt. Gegeben am 1. März 1566.“

Und nicht zuletzt hilft uns eine gesunde Lehre und Tradition besser zu leben und schneller in der Bibel voranzukommen. Zudem schaffen die alten Glaubensbekenntnisse eine offene und ehrliche Auseinandersetzung über unseren Glauben. Und noch mehr: Wie eine Verfassung oder Gottes Gesetz schaffen sie Freiheit mit gesunden Grenzen und Rechten und bewahren uns von manchen Irrungen: Gesunde Ordnungen und nicht die Willkür von Menschen![1]

 



[1] Gesunde Ordnungen: Bitte nicht idealisiert verstehen! Auch «Lex Rex» = Das Gesetz herrscht wurde ursprünglich nicht in einem perfektionistischen Sinne verstanden: Es besagt einfach, dass nicht irgendwelche Könige oder menschliche Ideen herrschen, sondern Gott soll herrschen, der uns mit seinen Ordnungen Freiheit schafft (Gerade in der reformierten Theologie sind menschliche Gesetze nur ein Provisorium bis Jesus wiederkommt. Und wie wir an anhand Bullinger sehen, ist selbst ein Glaubensbekenntnis nicht idealistisch verstanden worden! Denn wir können uns irren! Was ja eine der Thesen von Luther war: Papst und Konzile: Können sich diese irren? Darum gab dies auch einen Schub in der Wissenschaft, da man in der Erkenntnistheorie mit These und Überprüfung oder Versuch und Fehler zu neuen Erkenntnissen fand, was wir natürlich heute immer weniger wollen. Unser sündhaftes «wir wollen Gott sein» nimmt immer mehr Raum ein. Wir machen unser Wissen zu einem Götzen. Ja sogar die Wissenschaft steht in der Gefahr ideologisch überhöht zu werden und damit längerfristig nicht mehr lernfähig zu werden. Interessant ist, dass mancher der behauptet nur an die Bibel zu glauben, gar nicht merkt, wie er sein eigenes Bibelverständnis verabsolutiert und idealistisch überhöht. Er ist also mehr Papst, als der Papst, den er kritisiert.). Darauf beruht unsere Rechtsstaatlichkeit und war der Titel eines Buches eines reformierten schottischen Pastors, dass in säkularisierter Form (zum Beispiel über John Lock), zum Liberalismus führte. Was für eine Tragik, wenn die Kirche sich heute selber säkularisiert und damit nicht mehr Salz für Ordnung UND Freiheit in der Gesellschaft ist.

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Leserbrief zu

Mut zur Treue gegenüber Bibel und Bekenntnis

(Idea 42.2021, Seite 8 ff: Interview mit Herrn Willi Honegger)

 

„Man kann die Bibel nur lesen, indem man sie auch im Zusammenhang der gesamten christlichen Tradition liest, wie die Bibel über alle Generationen hinweg verstanden worden ist.“

 

 Das „nur“ finde ich problematisch. Man kann sehr wohl, die Bibel ohne dieses „Know How“ der alten Kirche lesen und Gott kann das Wunder schaffen, dass wir etwas vernünftiges dabei lernen. ABER wir Menschen können uns irren. Und mir ist schon aufgefallen, dass manchmal mit den Worten „ich glaube nur, was die Bibel lehrt“, eigentlich gemeint ist: „Ich bin mir mein eigener kleiner Papst. Was ich verstanden habe, dass ist absolut wahr.“ Und das kann es ja auch nicht sein.

Zugleich haben sich Kirche und Konzile als Mutter des Glaubens auch schon geirrt.[1]

Wie geht man damit um?

Martin Luther glaubte, in der Bibel besonders betonen zu müssen, „was Christus treibet“. Aber auch das ist problematisch, wenn man damit andere Bibelstellen, die man (noch) nicht versteht, zurücksetzt. Denn jedes gute Buch bringt uns an die Grenze unseres Fassungsvermögens: Wieviel mehr das Wort Gottes.

Johannes Calvin war der Meinung, dass die gesamte Schrift/Bibel Gottes Wort ist und die Kirche hat nicht das Recht, sich über sie zu erheben. Aber es gibt eine wohlgelehrte Unwissenheit (docta ignorantia)[2]. Wir können und müssen nicht alles Wissen. Und gerade diese Spannung gilt es auch zu respektieren und führt uns zu einer tieferen Anbetung Gottes. Und in dieser Haltung wird dann auch das „Know-How“ oder die Tradition der allgemeinen christlichen Kirche und deren Bekenntnisse sehr wertvoll. Wir sind ja nicht die ersten, die die Bibel lesen. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden.

Interessant wie Calvin seine Institutio[3] versteht:

„…, die Kandidaten der heiligen Theologie so zum Lesen des göttlichen Wortes vorzubereiten und anzuleiten dass sie einen leichten Zugang zu ihm haben und sich in ihm mit ungehindertem Schritt vorwärtsbewegen können.“ Es geht ihm also darum, dass man schneller vorankommt. Die Bibel hat ein Selbstzeugnis und legt sich selber aus. Es ist einfacher, wenn man gewisse Zusammenhänge schon im Voraus erklärt bekommt. Zudem gibt es historische Eigenheiten, die das Verständnis fördert. Hilfreich finde ich auch folgende Prioritätenliste: Zuerst Gottes Wort, dann die Kirchenväter/Tradition und dann wir, wozu sich auch Calvin zählte. Wobei natürlich auch die Kirchenväter an Gottes Wort geprüft werden wollen, was Calvin ebenfalls betonte. Oder wie es Heinrich Bullinger im zweiten Helvetischen Glaubensbekenntnis schreibt: „… die uns aus dem Worte Gottes eines Besseren belehren, nicht ohne Danksagung nachzugeben und Folge zu leisten im Herrn, dem Lob und Ehre gebührt. Gegeben am 1. März 1566.“

Und nicht zuletzt schaffen die alten Glaubensbekenntnisse auch Freiheit und bewahren uns von manchen Irrungen.



[1] Nur schon die Anfrage in den Thesen von Martin Luther führte zur Verurteilung von Martin Luther zum Erzketzer, was heute einige Römisch-Katholische als Fehler betrachten.

[2] Institutio III,21.2

[3] Instituio Christianae Religionis, Unterricht in der christlichen Religion


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Freitag, 3. September 2021

Cancel Culture

Hat Cancel Culture etwas mit Theologie zu tun? 

Natürlich: Die freie Presse ist eine Form des prophetischen Dienstes, dass zu einem Prediger oder Pfarrer ebenfalls gehört. Heinrich Bullinger, der Nachfolger von Huldrych Zwingli, wurde noch beim "Landi 39", der schweizerischen Landesausstellung vom 6.5.1939 bis 29.10.1939  als Pfarrer, Reformator und in gewissermassen "nebenbei" Journalist grossformatig aufgehängt. Bullinger prangerte für die freie Presse als eine Art Gegenbild zu dem, was damals gerade im Deutschen Reich geschah. Der zweite Weltkrieg begann während der Landi am 1.9.1939. Gott hatte es so geführt, dass man diese Ausstellung immer wieder verschoben hatte, bis sie auf diese Zeit viel und so viel zur geistlichen Landesverteidigung beitrug.

Dazu gebe es viel zu sagen. Aber zurück zum heutigen Thema: Cancel Culture. Im Schweizer Fernstehen wurde diese unten ausgestrahlte Sendung veröffentlicht und ist zur Zeit noch allgemein zugänglich. Eine wirklich sehenswertes Format. Und diese Ausgabe ist mit dem Thema der freien Meinungsäusserung auch wichtig.

Ich bin froh, dass  eine solche Sendung noch möglich ist. Und dass die Cancel Culture auch hinterfragt wird. Zugleich ist es auch beängstigend, wenn in der USA, einem Licht für die freie Meinungsäusserung, gerade an den Universitäten sich diese Cancel Culture hemmend auf das freie Denken auswirkt. 

Interessant ist auch, dass Wissenschaft in unserer Zeit gerne verabsolutisiert wird. Dabei war der aussergewöhnliche Erfolg der Wissenschaft darin begründet, weil sie sich nicht absolut  verstand, sondern sich ständig hinterfragte: These erstellen und sehen, ob es sich in der Realität auch so verhält. Anhand der Forschungsergebnisse die These anpassen, allenfalls sogar ganz verwerfen usw. 

In der Reformationszeit schaute man in Gottes Wort (der Bibel), was Gott wirklich gesagt hatte und in der Schöpfung schaute man ebenfalls nach, ob unser Denken über die Schöpfung sich aus wirklich so verhält. 

Gerade in Zeiten von Corona waren viele verwirrt, da die Wissenschaft bis heute nicht Absoluta liefern konnte. Sie konnte mit all den riesigen Forschungsmitteln nur Ergebnisse und immer wieder neue Ergebnisse erarbeiten. Aber das ist nun mal Naturwissenschaft. Es ist eben keine Ideologie. Wenn man aber daraus nicht nur eine Erforschung des Mechanismus, des wie geht es, macht, sondern Antworten auf "Warum", Sinn oder gar Ethik, dann wird man nicht soviel herausholen können, weil das die Naturwissenschaft nicht beantworten kann. Die Soziologie und Theologie ist dann noch eine ganz andere Geschichte: Wie nimmt man die Wahrheit wahr? 

Frau Christiane Tietz, seit 2013 Professorin für Systematische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich, sagt in einem Interview im Kirchenboten (September 2021 Ausgabe) zur Frage, wo die historisch-kritische Methode ihre Grenze habe:

"Dort, wo sie behauptet, dass das, was historisch nicht belegt werden kann, Unfug sei. Weil wir beispielsweise nicht beweisen können, dass Jesus auferstanden ist, könne diese nicht sein. Wenn die historisch-kritische Methode behauptet, sie könne mit ihrer Sicht die Welt erschöpfend beschreiben, hat sie ihre Kompetenz deutlich überschritten."

Wie weit, hat das mit Cancel Culture zu tun, fragen Sie sich vielleicht. Zuerst einmal nichts. Aber (das muss ja kommen), wenn unsere Ideen wichtiger werden als die Realität, dann spielen wir Gott: Wir wollen der Massstab sein. Und dass bedeutet natürlich, dass wir wie Gott sein wollen. Leider fand gerade damit das ganze Leid und die Menschheitstragödie beim Sündenfall an. Sollte Gott gesagt haben? Sollte er es wirklich mit mir gut meinen? Und schon machen wir Dinge, die uns eben nicht gut tun. Zudem neigen wir dazu, dass wir das, was wir denken, als real zu betrachten. Gott hat uns in unserer Gottebenbildlichkeit Kreativität gegeben. Aber nicht alles, was wir danken und sagen, ist real und wahr. Bei Gott ist das natürlich anders. Gott spricht und schafft aus dem Nichts. Bei uns ist unsere Kreativität etwas eingeschränkter. Und das ist auch gut so. Als ich noch jung war, wurde dieses Thema auch gerne in Since Fiction behandelt. Und es ist erschütternd und sicherlich ernüchternd. Nun ist es noch so, wenn unsere Ideen gar politisch verwirklicht werden wollen, dann steht oft ein Idealismus dahinter, der gerne zu einem Perfektionsimus führt, der alles in diese Ideen hineinzwingen will. Darum führen Ideologien, wenn sie politische Realität werden gerne zu sehr unfreien Gesellschaften. Das gilt natürlich auch für Theologien. Allerdings bewahrt  uns gerade die biblische Gnadenlehre vor dem Idealismus und Perfektionismus. Ideologien und religiöser Perfektionismus können, wenn sie politisch Macht erhalten, sehr schnell der Versuchung erliegen, mit Zwang die Realität an ihre Ideen anzupassen. Das kann überall geschehen: In Theologie, Soziologie, theoretisch auch Naturwissenschaften. Allerdings handelt es sich dann im eigentlichen Sinne nicht mehr um Naturwissenschaften, sondern Ideologie mit wissenschaftlicher Verzierung. Am Hindukusch haben wir in diesen Tagen erlebt, wie der  20-jährige Versuch des Westen eine freie Gesellschaft zu schaffen, kläglich versagt hat. Auch das wäre interessant genauer zu analysieren, damit wir daraus lernen. War in Afghanistan denn je eine freie Gesellschaft erstanden? Sicherlich keine westliche. Aber auch hier: Schauen wir unten auf dieses Gespräch im TV CH, dass wirklich interessant ist. Am Schluss versucht man eine Harmonie oder einen Kompromiss der Meinungen zu finden. Vielleicht ist das typisch schweizerisch: Wir haben über Jahrhunderte gelernt, dass unsere vielen Bürgerkriege kostspielig sind, um dann einen Kompromiss zwischen den verschiedenen Kantonen (oder damals Orte genannt) oder sozialen Schichten zu finden. Es ist viel billiger und effizienter, schon vor einem Bürgerkrieg einen Kompromiss zu finden.

Gerade hierin sehe ich auch die Kraft des gesunden Streites und der freien Presse. Dazu  benötigen wir auch Respekt vor der Realität und Würde eines jeden Menschen. Auch dies wird in dieser Diskussion zu Recht eingefordert.