Freitag, 15. März 2019

Freude verändert alles: Eine Einladung zum christlichen Hedonismus

Christlicher Hedonismus?

Empfinden Sie dies erschreckend? John Piper vertritt diese Meinung. Dabei ist er auf gutem "klassisch reformierten" Grund. Denn selbst die erste Antwort des grossen Westminster Katechismus anwortet auf die erste Frage aller seiner Fragen:

"Was ist die vornehmste und höchste Betimmung des Menschen?"

"Die vornehmste und höchste Bestimmung des Menschen ist, Gott zu verherrlichen und ihn vollkommen zu geniessen in alle Ewigkeit."

Leider ist mein Englisch nicht so gut, dass ich John Piper in allem ganz verstehe. Aber es ist ein wichtiger Aspekt, um uns vor Selbstgerechtigkeit und Selbsterlösungsversuchen zubewahren. Denn allein das Geschenk von Gott schafft:

unsere Wiedergeburt (= erste Auferstehung), die die Grundlage der zweiten Auferstehung schafft, wenn Jesus Christus zum zweiten Mal kommen wird.

und es ist allein diese Gnade Gottes, die uns

die Heiligung schenkt.

Geistliche Wiedergeburt, d.h. die Gerechtsprechung vor Gott und Adption durch Gott durch das Opfer von Jesus Christus am Kreuz ist ein reines Geschenk.

Genauso ist auch die Heiligung ein reines Geschenk (= Gnade) Gottes.

Gott beschenkt uns so sehr, dass wir aus dieser Beziehung täglich Busse tun für unsere Guten und Bösen Werke, damit aus unserem Misst guter Dünger wird, der ewig bestand hat.

So wird selbst der Märtyrertod eines Stephanus zu keinem Werk zu seiner Errettung. Nein, Stephanus liebte das Leben! Er gab Zeugnis davon! Er war im Leben mit Christus und lebt heute noch in diesem ewigen Leben, dass Christus für ihn errungen hat. Er suchte nicht den Tod, sondern das Leben. Dabei war das Geschenk von Gott soviel grösser, als die Anfeindungen der Menschen. Es war soviel grösser als die Steine, die sie ihm anwarfen. Das Geschenk Gottes ist soviel wertvoller, dass sich von Menschen beleidigen und steinigen liess. Es war kein Werk zu seiner Errettung, sondern ein Weg, der Gott für ihn bestimmt hat. Nie hätte Stephanus dies aus menschlicher Kraft können, ohne sich in Hass zu verlieren. Nein, Stephanus blieb in der Liebe und bat darum sogar für jene, die ihn steinigten! Das war kein Werk, sondern eine Frucht, die Gott wachsen liess. 

Darum gehört allein Gott die Ehre! Und darüber dürfen wir uns freuen: Denn Gottes Ehre ist immer auch unser Bestes und unser Glück!

Wir sollen Christus glauben und ihn bekennen. Wie das Bekennen ausfällt, hängt von den Gaben von Gott ab. 

"denn die Freude am HERRN ist eure Stärke!" (Nehemia 8,10b steht schon im Alten Testament)

Christus ist uns wertvoller, als alles andere! Gott möge es mir schenken. Gott möge es Ihnen schenken.

Hier noch eine Abgrenzung von John Piper vom Wohlstand-Evangelium

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